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Geschichte
Die Abteilung Opladen des Sauerländischen Gebirgsvereins e.V. wurde am 04. Oktober 1937
gegründet und blieb auch in den Kriegsjahren bestehen.
Nach Beendigung des Krieges, trotz Aufräumungsarbeiten, Schuttbeseitigung und
Wiederaufbau der zerstörten Wohnungen, blieben die Wanderfreunde miteinander
verbunden und halfen einander.
1954 kehrte in unserer SGV-Abteilung die Normalität wieder ein. Informationen
Unsere Abteilung stellt sich ebenso wie der Hauptverein die Aufgabe, neben dem Wandern auch den Natur- und Umweltschutz sowie das Bewusstsein für Kultur und Tradition zu erhalten und zu pflegen. Die SGV-Abt. Opladen gehört zum SGV-Bezirk Bergisches Land. Zur Zeit sind wir 95 Mitglieder stark. Unsere Kurz- bzw. Tageswanderungen finden überwiegend an Sonntagen statt. Jedes Mitglied erhält 2x im Jahr kostenlos unser Wanderprogramm. Auch Gäste sind uns stets herzlich willkommen! Sie haben pro Wanderung einen Unkostenbeitrag von 3,00 € an die Abteilung zu entrichten. Jeden 2. Donnerstag im Monat kommen unsere Mitglieder zu einem zwanglosen Beisammensein zum Abteilungsstammtisch zusammen. Auch hier sind Gäste gern gesehen. Dieser Stammtisch findet ab 18.00 Uhr in unserem Vereinslokal Bahnhofsgaststätte-Opladen, Bahnhofstraße 35, 51379 Leverkusen Opladen , Tel.: 02171/47082, statt.
Wandern mit Kind und Kegel
Schließlich befassen wir uns hier vor Ort in der Abteilung Opladen mit dem Thema FAMILIENWANDERN mit Kindern. Nicht nur , um den Verein zukunftsfähig zu machen, sondern von der Sache und unserer innersten Überzeugung her sind wir gemeinsam bemüht, Familien mit Kindern in kompetenter Weise Natur- und Landschaftserlebnisse zu ermöglichen - und so vielleicht auch dauerhaft für unsere Sache zu gewinnen. Kontakt:
kanzlei@anwalt-babilon.de
Der SGV-Hauptverein
- Ziele und Aufgaben - Der Sauerländische Gebirgsverein(=SGV) ist mit seinen rd. 40.000 Mitgliedern einer der größten Vereine des Deutschen Wanderverbandes. Er ist in seinem Vereinsgebiet vorwiegend in NRW gemeinhin als Wanderverein bekannt, ist jedoch mehr als das. Der SGV unterhält in seiner Zentrale im sauerländischen ARNSBERG - neben dem sog. JUGENDHOF als vollverpflegende (Rad-)Wandererherberge und Veranstaltungszentrum - auch eine WANDERAKADEMIE nebst NATURSCHUTZZENTRUM, eine Bildungseinrichtung für handlungsorientierte UMWELTERZIEHUNG zu verantwortungsvollem Umgang mit der Natur und nachhaltiger Ressourcenwirtschaft. Der Hauptverein besitzt ca. 330 ha. eigene Naturschutzflächen und kauft weitere solche sowie geschützte Landschaftsbestandteile hinzu. Er ist tätig bei Pflegeeinsätzen in Naturschutzgebieten sowie bei Artenschutzmaßnahmen und veranstaltet Exkursionen, fördert Jugend und Familie, ist weiterhin schwerpunktmäßig auch mit Themen wie KULTUR und HEIMAT sowie deren GESCHICHTE befasst. Der SGV führt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wanderverband WANDERFÜHRER- sowie auch NATURFÜHRERAUSBILDUNG durch und kümmert sich um den Gesundheitsaspekt des Wanderns. Nicht zuletzt konzipieren , pflegen und zeichnen die Mitglieder des SGV´s ehrenamtlich insgesamt ca. 34.000 Wanderwege im Vereinsgebiet. Hierdurch macht der SGV das geordnete Wandern überhaupt erst möglich., kanalisiert Besucherströme in Feld, Wald und Flur, hält Ruhezonen für Fauna und Flora weit gehend von Störungen frei und leistet insoweit einen ganz wesentlichen Beitrag zum NATUR- und UMWELTSCHUTZ. Diese geordnete Vegetation sowie Tierwelt schonende und damit im heutigen Sprachgebrauch sanfte Bewegung in unserer heimischen Landschaft - in einer dem Menschen und seinen Sinnen angemessenen Gangart - ist ohne know how und Mitarbeit der sogenannten Wandervereine, hier also desSauerländischen Gebirgsvereins, nicht denkbar; ebensowenig einheitliche und zuverlässige Wanderkarten, nach objektiven Qualitätskriterien konzipierte und zertifizierte Wanderwege sowie deren verlässliche Zeichnung . Neben diesen Natur und Landschaft schützenden Effekten bringen genannte Leistungen überhaupt erst in nennenswerter Zahl Menschen in die Regionen und sind somit gerade in ländlichen Räumen Grundlage der wirtschaftlichen Existenzfähigkeit vor allem des Gastgewerbes in all seinen Ausprägungen. Wir wollen durch unser Tun dokumentieren, ein lebendiges Glied der heimischen Natur und Kulturlandschaft zu sein, in der wir natürlicherweise zu Hause sind. Dadurch grenzen wir uns nicht in erster Linie von modernen, globalisierten Strukturen ab, machen aber sichtbar, uns als natürlicher Teil des uns umgebenden heimischen Raumes zu sehen und uns hier wohl zu fühlen.Das verbindet uns mit Menschen anderer Völker und Kulturen an allen Stellen des Globus, die seit jeher generationen- jahrhundertübergreifend für die nachhaltige Bewahrung dessen einstehen, was man gemeinhin mit HEIMAT oder heimischer Landschaft beschreibt. Wir im SGV gewinnen im Wandern Fähigkeiten zurück, die mit der zunehmenden Beschleunigung des Lebenstempos verloren zu gehen drohen - Zeitsouveränität in der Entschleunigung, Bewegungsfreiheit, Autarkie und Selbstbestimmung, Gelassenheit sowie die Aufmerksamkeit für die innere Stimme. Wir genießen gemeinsam die Köstlichkeit des morgendlichen Aufbruchs. Um unsere Sehnsucht nach dem Ziel zu erfüllen, brauchen wir den Weg - er muss uns anregen, ihn zu gehen, indem er uns emotional anspricht. Diese Selbstbestimmung gehört für uns zur Tiefendimension des Wanderns als der natürlichen und menschenangepassten Bewegungsform in der Natur. Das Ziel einer Wanderung ist für uns nicht ein topographischer Punkt am Ende eines Weges, sondern der Augenblick , wo die Pforten der Wahrnehmung sich weit öffnen und man im Idealfall eins wird mit dem Bild seiner Sehn sucht. Uns interessieren die fließenden Übergänge, wo das Wandererlebnis in die Erfahrung von NATUR und KULTUR - und KOSMOS - übergeht; wo die Kunst des Wanderns sich berührt mit Lebenskunst und deren Kern: Selbsterfahrung und Selbstsorge ; wo beim Gehen vielleicht auch das Tagträumen einsetzt - und die Sinnsuche. Wir wollen gemeinsam versuchen, den kulturellen Zauber unserer heimatlichen Landschaften zu erneuern. Viel an emotionaler Bindung sowie kultureller Bildung sind - insbesondere im Nachgang zum Terror des Nationalsozialismus` und einer daraus resultierenden inneren wie äußeren Abstandnahme von allem, was an den Begriff "HEIMAT" geknupft ist - verloren gegangen ; dies bis in die sprache und die subjektiv empfundenen Landschaftsbilder hinein. Wo sonst auf der Welt ist es möglich, sich für fremde Kulturen (insoweit natürlich zu Recht) zu begeistern, etwa in Irish Pubs sein Guinness zu nehmen und keltischen Klängen mit Wonne zu lauschen, in amerikanischen Lokalen mit Johnny Cash im background seine spareribs zu verputzen, aber einen hyterischen Abwehrreflex zu entwickeln bei dem Gedanken, sich mit einem einheimischen Volkslied auseinanderzusetzen oder dies nur anzuhören, in aller Regel haben die Menschen hier keinen wirklichen Zugang mehr zu dergleichen "Gefühlsduselei" und befürchten einen "Distinktionsverlust" zu erleiden - anders ausgedrückt, sich schlicht zu blamieren -, wenn sie so etwas täten. Für uns ist erstaunlich, mit welcher Ablehnung man teilweise dem Eigenen, dem über Generationen tradierten Einheimischen genüber zu stehen vermag. Es ist schwer nachvollziehbar, wie Menschen eine derartige Distanz zur eigenen Kultur haben bei gleichzeitiger ehrlicher Begeisterungsfähigkeit für vieles, was von anderen Ecken der Welt kommt. Das gilt wohl auch für einen Teil unserer Landschaften - ist es wirklich so, wie schon vor anderthalb Jahrhunderten festgestellt wurde: "In Rom, Athen und bei den Lappen, da späh´n wir jeden Winkel aus; dieweil wir wie die Blinden tappen umher im eignen Vaterhaus...."?(Karl Simrock, Bonner Germanist und Dichter - 1802-1876). Jedenfalls wir im Sauerländischen Gebirgsverein wollen unseren Teil dazu beitragen, dass dies nicht verallgemeinerungsfähig ist! Um es deutlich zu machen: Die "Topographie des Terrors" des Dritten Reiches ist auch von uns aktiv vor dem Vergessen und dem Verdrängen zu bewahren! Die "Topographie des Zaubers" aber , d.h. die Kenntnis der Glanzpunkte unserer Natur- und Kulturlandschaft ist jedoch ebenfalls lebenswichtig und unser natürliches Ansinnen im SGV. Ohne das eigene Land, die Highlights der igenen Kultur, die Wege und Fußstapfen der eigenen Ahnen zu kennen und zu verstehen, ist eine echte Teilhabe an der Vielfalt der Kulturen der Welt kaum möglich.Man muss das Eigene gut kennen, um das Fremde wirklich wertschätzen zu können. Dies mag die Basis für ein neues Wandern, für einen "neuen Weg zu einer alten Kunst" (Ulrich Grober - "Vom Wandern.....", 2006, Verlag Zweitausendeins) sein; harmonische Landschaftsbilder genießen, poetische Orte suchen und dort innehalten, assoziative Erinnerungsorte erleben, Glücksmomente in erhabener, wilder, freier Natur aus der Tiefe des Raumes erfahren. Eine leiblich-seelische Verbindung zur Landschaft auch in heutiger Zeit wieder zu erlangen, wie sie unsere Ahnen einmal hatten, und wie swie dies in Liedern, Bildern und Texten zum Ausdruck gebracht haben. Lassen Sie uns gemeinsam diesen Mut wieder aufbringen, mögen die Geister der Zeit auch anderes verheißen. Studien jüngeren Datums zeigen, dass die Deutschen - mit oder ohne "Migrationshintergrund" - allmählich ein natürliches Verhältnis zu ihrem Land entwickeln. Als gemeinsame, sozusagen staatstragende und die Gesellschaft einende Werte außerhalb eines kollektiven Wohlstands- und materiellen Erwerbs- bzw. Konsumstrebens werden von den Bürgern dabei angesehen: Pragmatismus, Individualität und Leistungsvermögen. Kann es das wirklich sein? Diese Eigenschaften mögen geeignet sein, sich als Einzelner im Leben durchzusetzen. Aber taugen sie als gemeinsamer Nenner von sowie Grundlage für Millionen Menschen, die in einer Schicksalsgemeinschaft einander verbunden und aufeinander angewiesen sind? Wie wäre es denn mit: Wahrnehmung von Verantwortung, Gemeinsinn und Nachhaltigkeit? Da können und wollen u.a. wir vom Sauerländischen Gebirgsverein Farbe ins Spiel bringen und den Blick auf das lenken, was unserer Überzeugung von einem gedeihlichen Miteinander hierzulande entspricht. Nicht zuletzt liegt uns aber auch am Herzen, den Aspekt des Naturschutzes ganz im Sinne der Urväter des Sauerländischen Gebirgsvereins - etwa E h m s e n und M ü n k e r -zu betonen. Der SGV ist auch und vor allem - aber eben nicht nur Wanderverein. Er hat sich seit jeher u.a. auch Kultur- und Heimatpflege sowie Natur- und Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben, was heute in der öffentlichen Wahrnehmung vielfach untergeht.
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